30. Dezember 2012

Bereits nach neun Monaten war die Erstauflage des von Reinhard Rohde und Tim Wegener erarbeiteten zeitgeschichtlichen Führers „Celle im Nationalsozialismus“ vergriffen. Nun ist er in einer zweiten Auflage erschienen.
Dieser Band ist die bisher einzige ausführliche Veröffentlichung zu diesem Thema. „Wir wollen anschaulich machen, wie tief der Nationalsozialismus in diese Stadt eingedrungen ist und was damals vor unserer Haustür geschehen ist“, sagte Rohde anlässlich der Buchvorstellung im Februar. In Celle sind Reinhard Rohde, studierter Politologe, und Tim Wegener M.A., Historiker, besonders durch ihre regelmäßigen historischen Stadtrundgänge bekannt. Seit vielen Jahren zeigen Rohde und Wegener Interessierten, welche Celler Gebäude für die Geschichte Celles im Nationalsozialismus wichtig sind. Die Tour führt auch regelmäßig an den Häusern vorbei, in denen jüdische Bürgern wohnten und arbeiteten.
Der Band ist in allen Buchhandlungen, dem Bomann-Museum und dem Stadtarchiv...

16. November 2011

Kaelber, Lutz / Reiter, Raimond (Hrsg.): Kindermord und «Kinderfachabteilungen» im Nationalsozialismus. Gedenken und Forschung. (Peter Lang Internationaler Verlag der Wissenschaften). Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2011. 266 S., zahlr. Abb. und Tab., ISBN 978-3-631-61828-8 br., ISBN 978-3-653-00935-4 (eBook) - 39.80 EUR

Gerade erschienen ist unter der Mitherausgeberschaft des kürzlich verstorbenen Hannoverschen Historikers Raimond Reiter eine Aufsatzsammlung, die das Thema "Kinderfachabteilungen" in seinen vielseitigen Dimensionen dargestellt: "Dabei handelte es sich im Zweiten Weltkrieg um etwa 30 Tötungsstätten in der Psychiatrie und anderen Heileinrichtungen im «Großdeutschen Reich», in denen über 5.000 geistig und körperlich behinderte Kinder umgebracht wurden. Vorgestellt wird die aktuelle Gedenkkultur in diesem Bereich und es werden Fragestellungen der Forschung vorgestellt, die auch für andere Opfergruppen relevant sind. Weiterhin...

09. November 2011

PRESSEMITTEILUNG, 09.11.2011 CELLE. Mit neuem Design und aktualisierten Inhalten wird am heutigen Mittwoch, 9. November, zum Jahrestag der Reichspogromnacht, das Internetprojekt „www.celle-im-nationalsozialismus.de“ freigeschaltet. Die Internetplattform bietet einen stadtgeschichtlichen Zugang zum Thema Nationalsozialismus in Celle.

Träger des Projekts ist der „Verein zur Förderung politischer Literatur“, gefördert wurde es mit Mitteln des Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN“ in Celle.

Der für die inhaltliche Gestaltung verantwortliche Historiker Reinhard Rohde freut sich: „Wir hätten das rein ehrenamtlich nicht hin bekommen. Aber die alte Präsenz, mit der wir vor zehn Jahren begonnen hatten, war optisch so angestaubt, dass wir befürchten mussten, Jugendliche darüber nicht mehr zu erreichen.“ Die gehörten immerhin zu den Hauptzielgruppen, wie Rohde betont: „Wir wissen, dass webbasierte Angebote für die Gruppe der 14- bis 19-Jährigen die wichtigsten...

04. November 2011

Bitte haben Sie etwas Geduld, derzeit wird der Rundgang überarbeitet. Sobald die aktualisierte Version verfügbar ist werden wir sie hier zum download bereit stellen. Wenn sie per mail informiert werden möchten, tragen Sie sich bitte in unseren Newsletter ein.

18. August 2011

Die Diskussion um Straßennamen-Benennungen nach Personen, die Mitglied der NSDAP oder einer ihrer Gliederungen war, hat in den vergangenen Moneten die erinnerungskulturelle Debatte in Celle dominiert. Viele Dokumente zu dieser Diskussion sind auf der website der Stadt Celle zu finden. Hier der link.

In den letzten beiden Ausgaben der revista finden sich zu dieser Debatte ebenfalls Beiträge; zum einen "Mühsamer Abschied von der Rathausadresse. "Ein Freund, ein guter Freund ..." - In: revista. linke zeitung für politik und kultur in celle, Nr. 53, März/April 2011, S. 10-11.", zum anderen "Rohde, Reinhard: Straßennamen und Nationalsozialismus. Kulturkampf um Helmuth-Hörstmann-Weg? - In: revista. linke zeitung für politik und kultur in celle, Nr. 52, Jan./Febr. 2011, S. 27-28....

24. November 2010

ist das Thema einer Veranstaltung am 24.11.2010, 19.30 Uhr, in der Celler Kreuzkirche. Von 1941 an wurden in Industrie und Landwirtschaft Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter eingesetzt. Allein in der Stadt Celle waren es gegen Kriegsende fast 3000. Ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen, die ausschließlich nach Gesichtspunkten der effizienten Ausbeutung und der rassistischen Ideologie ausgestaltet waren, werden an Beispielen geschildert. Die Verhaltens- und Handlungsmöglichkeiten von Behörden sowie der Bevölkerung gehören ebenso zum Thema. Der Historiker Reinhard Rohde wird seinen Vortrag mit zeitgenössischen Fotos illustrieren.

Kreuzkirche, Windmühlenstr. 45
Veranstalter: VVN/BdA Celle und Rosa Luxemburg Club Celle in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen

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