Credé-Hoerder; Carl

* 8. Januar 1878 in Leipzig; † 27. Dezember 1952 in Celle, ein deutscher Arzt und Schriftsteller. Seit 1917/18 lebte Karl Credé-Hoerder in Celle, zwischen 1919 und 1924 als Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) im Bürgervorsteherkollegium. Etwa 1926/27 wurde er Mitglied der SPD und des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold. Im Jahr 1926 wurde er wegen verbotener Schwangerschaftsabbrüche zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, von denen er elf Monate absaß. Im Gefängnis schrieb er "Das A-B-C des Angeklagten" und das Manuskript zu "Volk in Not. Das Unheil des Abtreibungsparagraphen (§ 218)", das im Jahr 1927 mit Illustrationen von Käthe Kollwitz erschien. Der autobiografische Roman "Vom Corpsstudenten zum Sozialisten. Roman eines Arztes "erschien 1928. Reichsweit bekannt wurde er durch die Inszenierung seines Theaterstückes "§ 218 – Gequälte Menschen" durch Erwin Piscator im Jahr 1930. Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurden seine Theaterstücke nicht mehr aufgeführt. Seine kassenärztliche Zulassung wurde ihm entzogen. Nach dem Krieg 1945 bemühte er sich um eine Strafverfolgung der Täter der Novemberpogrome 1938 gegen die jüdischen Einwohner von Celle. (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Cred%C3%A9-Hoerder)