Leuchtreklameschild am Manufakturwarengeschäft S. Wolff / Foto: StA Celle.

Manufaktur- und Modewaren Wolff

Im Oktober 1922 eröffnete Siegfried Wolff in der Zöllnerstraße 44 sein Manufaktur- und Modewarengeschäft. In der Pogromnacht wurde das Geschäft völlig zertrümmert und geplündert. Vor dem Haus aufgetürmte Stoffe wurden von den Tätern angezündet. Wolff, der seit Dezember 1933 Erster Vorsteher der jüdischen Gemeinde war, kam ins KZ Oranienburg. Während seiner Haft verkaufte seine Frau Käthe Immobilie und Grundstück. Der Geschäftsbetrieb wurde am 20.11.1938 eingestellt.
Nach seiner Haftentlassung und bis zu ihrer Emigration am 6. Mai 1939 lebte das Ehepaar noch in einer Wohnung im ersten Stock des Hauses. Zusammen mit ihrem Sohn Herbert emigrierten sie nach Panama, wo sie erst 1945 mit den Töchtern Gerda und Eva, die mit einem Kindertransport nach England gebracht worden waren, zusammentrafen.

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Manufaktur- und Modewaren Wolff, Zöllnerstraße 44, 29221 Celle, Deutschland
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