Vorne das "Braune Haus" und im Hintergrund das Rathaus jeweils mit gehissten Hakenkreuzfahnen / Foto: StA Celle.
Das Rathaus in den 1930er Jahren / Foto: StA Celle.

Rathaus

Am 8. März 1933 wurde erstmals die Hakenkreuz-Fahne auf dem Celler Rathaus gehisst. SA, SS und Stahlhelm hatten vor dem Rathaus Aufstellung genommen, tausende Celler folgten dem Spektakel zu den Klängen des Horst-Wessel-Liedes. Die vier Tage später stattfindende Kommunalwahl zielte so auf kaum mehr als die Bestätigung der realen Machtverhältnisse. So war es auch nicht von Bedeutung, dass die NSDAP mit 42,9 % die absolute Mehrheit verfehlte.
Oberbürgermeister Ernst Meyer wurde von den Nazis im Amt belassen, während der Senator Ernst Schädlich (SPD) zum Rücktritt gezwungen wurde und auch Bausenator Wilhelm Mohr einer Entlassung nur durch vorzeitige Pensionierung entging. Zum starken Mann neben Meyer wurde der zum Bürgermeister gewählte NSDAP-Chef Pakebusch.

Im Dezember 1933 übetrug das preußische Gemeindeverfassungsgesetz dem Oberbürgermeister die ausschließliche kommunale Verantwortung.

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Rathaus, Markt 15, 29221 Celle, Deutschland
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