Das Warenhaus Freidberg "Am Markt 5", um 1899. Foto: StA Celle.

Warenhaus Freidberg

Das Handelshaus Freidberg beschäftigte bis zum Zwangsverkauf im Jahre 1936 etwa 60 Angestellte. Es war vor Karstadt das größte Kaufhaus in Celle, litt aber ab 1933 unter den Boykottaufrufen der NSDAP, so dass das Geschäft 1936 aufgegeben wurde und Ida Freidberg 1937 nach in die USA emigrierte.
1899 hatte Neumann Freidberg, der seit 1895 das "Berliner Warenhaus" führte "Am Markt 6" ein neues Warenhaus erbauen lassen (siehe Foto aus dem Jahr 1899). Es war Celles erstes Warenhaus. Schon 1906 konnte das Geschäft sich vergrößern. Auf dem Nachbargrundstück "Am Markt 5" entstand nach den Entwürfen Otto Haeslers ein moderner Wohn- und Geschäftskomplex, in den 1922 noch das Gebäude "Am Markt 4" einbezogen wurde.
Nach dem Tod der Gebrüder Neumann (1917) und Alex (1932) führte Ida Freidberg das Geschäft. Sie verkaufte 1936 an die Firma Goedecke und Mittelmann, die ihrerseits den Gebäudekomplex an die Stadt weiterverkaufte.
1950 stellte die ehemalige Besitzerin einen Antrag auf Vermögensrückerstattung, der mit einem Vergleich endete. (Vgl. Jüdische Spuren, S. 16-20.)

Karte
Warenhaus Freidberg, Markt 4, 29221 Celle, Deutschland
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