Außenstationen

  • Der Außenposten Celle der Gestapo (Geheime Staatspolizei) war zunächst in der Hannoverschen Straße 54 (ein heute abgerissenes Haus neben dem KAV-Gymnasium) und in den letzten Kriegsjahren im Celler Arbeitsamt in der Fuhsestraße 11 untergebracht. Belegt wird dies u.a. durch eine Vorladung, die der Celler Kommunist Otto Elsner im September 1944 erhielt.

  • Am 10. Mai 1939 wurden fünf Celler Arbeiter - Hermann Müller, Wilhelm Lenk, Georg Schütz, Ludwig Köhler und Karl Wallis - vom Generalstaatsanwalt beim Kammergericht Berlin der "Verbreitung eines hochverräterischen Unternehmens" angeklagt und beschuldigt, "durch Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt die Verfassung des Reiches zu ändern".

  • 1692 wurden den Celler Juden ein Gelände an der heutigen Straße "Am Berge" für die Anlage eines Friedhofs zugewiesen. Der älteste, noch erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1705. Da die Gräber vor Verwüstungen nicht sicher waren, wurde nach einer festen Einfriedung 1741 ein kleines Wächterhaus errichtet. 1911 wurde die von Otto Haesler...

  • Die 1928 gegründete "Spinnhütte Seidenspinnerei und Weberei GmbH", später: "Mitteldeutsche Spinnhütte GmbH", entwickelte sich im Nationalsozialismus zum größten Celler Betrieb mit 670 ArbeiterInnen (1939). Der rasante Aufschwung des Unternehmens hing eng mit der Aufrüstung Deutschlands zusammen. Schon 1933 begann die staatliche Fö...

  • Am 23. Januar 1970 erhielt die neu erbaute Kaserne in Scheuen den Namen "Freiherr von Fritsch-Kaserne". Vorgeschlagen wurde er von Offizieren des Panzerbataillons 34. Der 1880 geborene Fritsch war schon im 1. Weltkrieg Berufsoffizier. Seit 1934 war er Chef der Heeresleitung und von 1935 bis 1938 als Oberbefehlshaber des Heeres maßgeblich verantwortlich für den...

  • Das Wohnhaus auf dem ehemaligen Anwesen von Albrecht Thaer ("Thaers Garten") am Ostende der Dammaschwiese wurde seit dem Juni 1934 vom SS-Sturm Celle III/17 genutzt. Zuerst stand in dem der Stadt gehörenden Gebäude nur ein Raum zur Verfügung, aber 1938 wurde das Haus zu einer Schulungsstätte für die SS ("Schutz-Staffel") umgebaut und dann vom August 1939 an bis 1945 genutzt.

  • Obwohl die Hermann-Billung-Schule als national-konservativ ausgerichtete Oberrealschule für Jungen sich für den Nationalsozialismus und die meisten seiner Ziele offen zeigte, gab es ungewöhnlich viele disziplinarische Konflikte mit Konsequenzen. Schon 1935 wurde der Direktor, Dr. Ludwig Koehler, nach Nienburg...

  • Während des Krieges wurden Tausende von ausländischen Arbeitern in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt. Sie wurden - wie auch zahlreiche Kriegsgefangene - in der Rüstungsindustrie und der Landwirtschaft, aber auch in anderen Bereichen eingesetzt, wo sie den Platz der zur Wehrmacht eingezogenen deutschen Arbeitskräfte...

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